• Es kann ja nichts passieren, er hat ja noch Welpenschutz!
Diese Annahme vieler Hundebesitzer ist leider Falsch.
Denn es gibt keinen Welpenschutz.
Dennoch verhalten sich viele erwachsene Hunde mit Welpen sehr
nachsichtig, weil sie keine ernstzunehmende Konkurrenten sind. Ist ein Welpe aber zu Aufdringlich oder Verhält
sich unangemessen, kann es durchaus vorkommen, das er gemaßregelt wird, und das auch mal mit reglementierenden
Bissen,aber ohne Verletzungsabsicht.Wobei Kratzer natürlich vorkommen können.
Das ist vollkommen normal und gehört zur Sozialisation. Er wird keinen bleiben Schaden davon tragen – sondern beim nächsten mal wissen was er darf und was nicht.
Der größte Fehler wäre es aber, ihn danach zu isolieren und nie wieder zu anderen Hunden zu lassen, wo er dann nur diese eine schlechte Erfahrung in
Erinnerung behält. Richtig wäre es, ihn aber weiterhin zu anderen Hunden zu lassen, die am besten ähnlich aussehen und wo neue positive Erfahrungen über die alte setzen kann.
• Hunde die mit dem Schwanz wedeln, sind immer freundlich!
Stimmt nicht! Zwar kann das Wedeln eines Hundes, wie so oft, von freundlicher Natur sein, aber es kann eben auch im Zustand der Erregung, kurz vor einem Angriff, einem Kampf, einer Jagdsequenz oder anderen Situationen, vorkommen.
Wichtig ist der Kontext, in welcher das Wedeln steht.
Dazu gehören Körperausdruck, Situation, Stimmung und Umgebung.
• Kastration : Ja oder nein?
Zu erstmal ist eine Kastration ist ein bedeutender Eingriff und gilt nach dem deutschen Tierschutzrecht
als eine Amputation.
Erlaubt ist eine Kastration daher nur bei einer medizinischen Indikation oder seit 1998
„zur Verhinderung einer unkontrollierten Fortpflanzung“. Bei einer Katzenhaltung macht diese Klausel durchaus Sinn,
aber Hunde in unseren Breitengraden kann man wohl kaum als durchweg streunende Tiere bezeichnen,
so das diese Begründung hier keine Berechtigung findet.
Haltungserleichterungen sind ebenso keine Berechtigung für eine Kastration beim Hund.
Bei Verhaltensproblemen kann eine Kastration nur helfen, wenn es um Verhaltensweisen geht,
die über Sexualhormone gesteuert werden. Da eine Kastration kein Alheilmittel ist, gibt keine
verbindliche Gewissheit für einen Erfolg!!
Eine Kastration ersetzt keine sorgfälltige Sozialisation, Erziehung und artgerechte Haltung des Hundes.
Nur im Einzelfall und im Zuge einer verhaltenstherapeutischen Arbeit und nach sorgfältiger Diagnose von
einem/er sachverständigen Hundetrainer/in und einem mit einbezogenem/er Tierarzt/in, kann sich eine Kastration
durchaus positiv auswirken.
Auch spricht aus heutiger Sicht, nichts für frühe Kastration bei Hunden. Es gibt Studien von
Neilson..(1997), Hopkins..(1976), Hart/Hart (1991), Hart/Eckstein (1997) und der Bielefelder Kastrationsstudie,
wo alle zu dem Schluss kommen, das es nicht auf das Alter des Hundes und auf die Dauer
des gezeigten Verhaltensproblem ankommt, um eine positive Verhaltensänderung herbei zu führen.
Denn der einzige nachgewiesene Vorteil bei einer Hündin in Bezug auf das Mammatumorrisiko, steht in keinem
Verhältnis, der möglichen negativen Auswirkungen einer Kastration: Narkoserisiko,
Schmerzen, Inkontinenz, Fellveränderungen, erhöhte Hungerentwicklung und negative Verhaltensänderungen wie :
Unsicherheit gegenüber Artgenossen, aggressiver gegen gleichgeschlechtliche Hunde und Hunde im allgemeinen, sowie
einer olfaktorischen Veränderung, die wir Menschen gar nicht zu bewerten vermögen. Ich persönlich, kenne Rüden die
nach einer Kastration, dauerhaft den Geruch einer läufigen Hündin hatten und so permanent Aufreitversuchen von
potenten Rüden ausgeliefert waren, was nicht selten in einer ernsthaften Beißerei endete.
Es ist bei Rüden keineswegs so, das sie in der Pupertät den entscheidenden Testosteronschub bekommen und danach
die oft unerwünschten männlichen Verhaltensweisen zeigen. Vielmehr findet dieses geschehen bereits im Mutterleib,
in der „pränatalen“ Phase statt. Findet also ein Testosteronschub im Mutterleib statt, entwickelt sich ein Rüde,
findet kein Testosteronschub statt, entwickelt sich eine Hündin. Das erklärt warum vorpubertär kastrierte Rüden,
das typische Rüdenverhalten in all seinen Facetten, trotz Kastration, zeigen können. Selbst Deckakte sind keine
Seltenheit, nur eben ohne Nachwuchs.
• Fertigfutter oder Frischfleisch
Beim füttern teilen sich die Geister der Gelehrten.
Ich bin Überzeugungstäter und meine Hundebekommen seit ca.20 Jahren Frischfleisch, Schlachtabfälle und Knochen
mit Essensresten wie Gemüse,Nudeln, Reis, Pizza, Kartoffeln, Ei, Brötchen, Käse, ob Gewürzt oder nicht.
Sogar ganze Hühner stehen manchmal auf der Speisekarte. Denn ein wildlebender Hund, der einen Fasan fängt,
spuckt diesen auch nicht aus, nur weil dieser Röhrenknochen hat. Es geht ihnen blendend und viele Bekannte denen
ich diese Fütterungsempfehlungen gegeben habe, sind dankbar daß ich ihnen empfohlen habe, Ihren Hund artgerecht zu
füttern,denn ihre Hunde sehen einfach gesünder aus und sind vitaler und kräftiger geworden. Denn der Hund stammt vom Wolf
ab, der ein Canivore (ein Fleischfresser) ist. Vor ca. 18000 Jahren ist der Hund vom Menschen domestiziert worden. Er lebte als Nahrungslieferant in Notzeiten, als Bewacher von Hab und Gut, und als Abfall Vertilger und Schädlings Bekämpfer (Ratten u. Mäuse) in der Nähe von Menschlichen Siedlungen. Bis auf unsere Breitengrade und in Großstätten lebt er heute noch so. In Italien, in Afrika, in Indien, in Mittel- und Südamerika und unseren Osteuropäischen Nachbarstaaten kommt diese Lebensweise noch sehr häufig vor. Es gibt sogar Wölfe in Italien die sich von Spagetti mit Tomatensoße ernähren, die Sie auf den Müllhalden neben Tierkadavern finden. Das ganze Organsystem ist auf diese Ernährungsweise eingestellt.
Und wie lange gibt es Fertigfutter für Hunde? 15 oder 20 Jahre? Zwar mit allen Mineralien und Vitaminen die der Hund
so braucht, aber was würden wir nach eine Woche Astronautenriegel, für einen Teller mit einem saftigen Steak
und Gemüse, geben? Faustregel der Zubereitung ist etwa 80% Fleisch oder Schlachtabfälle und 20% Gemüse oder
andere Essensreste und 1 Eßlöffel Leinöl. Zu empfehlen sind auch Kräuterzusätze von cdved.
Trotzdem gibt es auch andere Meinungen, z.B. von dem ein oder anderen Tierarzt, der Magendrehungen, mit den Knochen im Magen in Verbindung bringt oder wo Knochen die Speiseröhre aufschlitzen oder der extreme Knochenkot der die Darmwände aufreist. Es gibt diese Fälle, meiner Meinung nach aber sehr selten.
Ich wünsche keinem Hund mit seinem Besitzer das zu Erleben und für den einzelnen Hund und ihre Besitzer ist dies auch extrem schlimm zu bewerten.
Aber wenn der Mensch bei seinen Rassen extreme Inzucht betreibt, wovon auch Mischlinge dieser Rassen nicht mehr ausgeschlossen sind, muss man sich nicht wundern wenn eine normale artgerechte Fütterung schon tödlich enden kann.
Durch defekte im Erbgut gibt es bestimmte Krankheitsveranlagungen und besonders bei großen Rassen (z.B. Dogge, Berner Sennenhund, Molosser
...(Dr. Hund)) gehört unter anderem die Magendrehung dazu. Das hat aber nichts mit Knochenfütterung generell zu tun,
sondern eher mit der genetischen Disposition solche Futterportionen nicht mehr verwerten zu können. Vermeiden kann man dies mit mehreren
kleinen Portionen und/oder Hunde von klein auf an, an alles Essbare zu gewöhnen.
Frischfleisch gibt es z.B. bei "Pfoten & Co", Königsberger Strasse 6, 29439 Lüchow